Was für ein Tag !

 

Liebe Leserin, lieber Leser!


Was für eine Zeit!  Das Leben wirbelt uns alle im Augenblick ganz schön durcheinander. Jeden Tag bekommen wir von unserer „Oberen Leitstelle“  (vgl.  Blog vom 26. Juli 2011) neue Lernaufgaben vorgelegt, die wir bitte sofort bearbeiten dürfen. In der letzten Woche galt es, unserer inneren Stimme zu vertrauen, auch wenn der Verstand heftig widersprach – ein anderes Mal wiederum waren  unser Mut und unsere  Durchsetzungskraft  gefragt, aber  auch  unser Mitgefühl mit denjenigen, denen wir uns zum Wohle von Schwächeren entgegenstellen mussten …

 

Dass auch unser Selbstwertgefühl  und unsere Selbstsicherheit immer wieder auf die Probe gestellt wurden, versteht sich von selbst. Und auch heute hielt die Schule des Lebens einige nicht immer so leichte Übungen bereit. 

 

Was für ein Tag!  Es begann für mich damit, dass ich - noch im Halbschlaf - registrierte, wie unglaublich hohe kosmische  Lichtenergien durch mein Energiefeld hindurch in den Boden geleitet wurden. Es fühlt sich dann so an, als ob der ganze Körper innerlich ganz fein zu sirren anfängt.  Der  ganze  Körper scheint zu vibrieren, so, als ob er sanft aber gründlich durchgeschüttelt wird. Ganz so ganz angenehm ist das nicht!  (Bitte lassen Sie, wenn Sie ähnliche Symptome spüren, zur Vorsicht einen Arzt überprüfen, ob es sich nicht um echte körperliche Probleme handelt!!!)

 

Ich kann für mich selbst  inzwischen unterscheiden  und kenne dieses Gefühl deutlich. Und ich weiß, dass es nicht gut ist, diesen Empfindungen zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Denn worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, das wächst! Es geht eher darum, sich dann gut zu erden, d.h. sich auf seine Fußsohlen zu konzentrieren, oder sich mit einer körperlichen Tätigkeit abzulenken. Diese Hochfrequenzen waren fast eine ganze Stunde deutlich zu spüren. Sogar beim Hundespaziergang im Wald hatte ich das Gefühl, fast zu schweben, und es war gar nicht so leicht, mehr Gewicht in meine Füße zu bekommen und achtsam  und konzentriert zu bleiben!  (Weniger sensitive Menschen fühlten sich heute regelrecht "daneben" oder klagten über Kopfschmerzen.)

 

Eigentlich war ich danach heute Vormittag mit einer ebenso sensitiven Freundin verabredet, aber alles schien viel langsamer zu funktionieren, als ich geplant hatte. Ich stand vor der Wahl, mich abzuhetzen und trotzdem zu spät zu kommen, oder meinen Zeitplan neu zu ordnen. Glücklicher Weise entschied ich mich für die zweite Möglichkeit und rief meine Freundin an.  Sie lachte: „Ich hab schon gewusst, dass Du das zeitlich nicht schaffen wirst. Weißt Du, ich sitze hier wie „Falschgeld“ und komme überhaupt nicht vorwärts…  Also mach auch langsam und komm dann, wenn Du fertig bist!“

 

Was war das doch für eine kluge Idee, einfach anzurufen und zu sagen, wie es ist!   Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen, -  aber die „Übungen“ gingen weiter.  Nachmittags hätte ich meine Tante, wie jeden Tag, im Pflegeheim besuchen wollen. Nein, nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil es ihr nicht gut geht und ich weiß, dass es ihre einzige Freude ist, wenn ich zu Besuch komme.  Aber irgendetwas sträubte sich in mir, heute zu ihr zu fahren – obwohl ich schon gestern nicht kommen konnte.  Mein Verstand und meine  gute Absicht sagten mir beide, „Heute muss es aber sein“.  Ich war wirklich bester Absicht, aber mein Gefühl war dagegen.  Es war wirklich nicht leicht, mir einzugestehen, dass es keinen Sinn machte, gegen mein „Bauchgefühl“ zu handeln. Aber wie erleichtert  war ich, als ich mich für mich entschieden hatte! 

 

Uns allen ist so sehr eingeimpft worden, immer nur auf das Wohl der anderen bedacht zu sein, dass wir die notwendigen Impulse, uns auch einmal Ruhe zu gönnen und „Nein“ zu sagen, meist überhören und fälschlicher Weise als „Egoismus“ abtun.  Dabei sind Sie und ich ganz gewiss nicht von dieser Art, die immer ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellt! Im Gegenteil!  Gerade in diesen extrem herausfordernden  Zeiten ist es besonders wichtig, gut für uns selber zu sorgen!  Nur wenn es uns körperlich und seelisch gut geht, sind wir  auch kräftig und ausgeglichen genug, uns um andere zu kümmern!

 

Also haben auch Sie den Mut, zu sich und Ihren eigenen Bedürfnissen zu stehen  - zum Wohle der anderen!

 

Mit herzlichen Grüßen,

Christine Stark

26.10.2011